Die im Albert-König-Museum angesiedelte
Dauerausstellung "Kieselgur - Die
Erlebnisausstellung" präsentiert die
naturwissenschaftlichen Fakten über die Kieselgur als einst
bedeutenden regionalen Bodenschatz sowie die künstlerische
Bearbeitung dieses Themas vor allem durch Albert König. Sie
veranschaulicht in eindrucksvoller Weise die Geschichte eines fossilen
Bodenschatzes, dessen Abbau lange Zeit einer der Hauptindustriezweige
der Region gewesen ist. Denn bis zum Ersten Weltkrieg deckte die
Produktion der heimischen Kieselgur fast den gesamten Weltbedarf an
diesem Rohstoff, bei dem es sich um die abgelagerten
kieselsäurehaltigen Schalen der mikroskopisch kleinen
Kieselalgen handelt und der sich von der Zahnpasta bis zum Autoreifen
in zahllosen Produkten des Alltags wiederfindet. Aufgrund seiner
vielseitigen physikalischen Eigenschaften wird er auch zur Filterung in
der Lebensmittelindustrie sowie als Isoliermittel und sogar zur
Dynamitproduktion verwendet.
(Siehe unter unserem Link "Publikationen":
Karl-Heinz Grotjahn "Meiler, Mühlen und Monarchen",
Kleine Geschichte des Kieselgurbergbaus in der Lüneburger
Heide 1836 bis 1994)
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Blick in die Ausstellungshalle
Forschungsinsel "Wissenschaft" |
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In einer Multimediashow wird die Thematik mit modernen Medien
und in Form von Inszenierungen erlebnisorientiert vermittelt. Der
Besucher verbleibt nicht in der Rolle des Konsumenten, des
bloßen Betrachters, sondern wird zum Akteur, zu einem
entdeckend Handelnden. Angefangen bei animierenden grafischen Elementen
über elektronische Medien und Computeranimationen bis hin zu
Mikroskopen für eigene Untersuchungen gibt es ein
breitgefächertes Informationsangebot mit regelrechten
Forschungsinseln. Information und Unterhaltung verschmelzen miteinander.
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Elektronische
Medien und
Forschungsinseln lassen Information und Unterhaltung miteinander verschmelzen |
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Aber auch Albert König hat „seinen
Platz“ in der multimedialen Show. Ein digitales Bildarchiv
wird quasi zu einer virtuellen Galerie. Der Besucher kann sich einen
Überblick über das Gesamtwerk des Künstlers
verschaffen, das mit einer repräsentativen Auswahl und
weiteren Informationen auf einem Rechner abrufbar ist.
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"Ur-Sphinx" aus dem Traumland-Zyklus" von Albert König
Staatssekretär
Hartmut Saager (Mitte) |
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Vor allem seine
„Kieselgur-Gemälde“ bilden einen
reizvollen Kontrast zu den Bewegtheiten der audiovisuellen Medien. Die
geologischen Formationen in seinen Tafelbildern entwickeln sich zu
subjektiven geheimnisvollen Traumlandschaften, in denen Mythen lebendig
werden. Durch ihre fahlen Farben, den kühlen, traumhaft hellen
Ton und die kristallinen Konfigurationen erscheinen sie dem Betrachter
wie eine unbetretbare sakrale Welt. Eine weihevolle Stille und lautlose
Stimmung kennzeichnet den Charakter dieser Landschaftsdarstellungen,
die seit jeher eine ganz besondere Aura erzeugen.
(Siehe unter unserem Link "Publikationen": Volker Probst "Traum-Land", Albert Königs Darstellungen der Kieselgurgruben bei Unterlüß und seine letzten Landschaftsmalereien)
| Öffnungszeiten: |
01. Mai bis 31. Oktober 01. November bis 30. April Führungen von Gruppen nach vorheriger Vereinbarung. |
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| Eintrittspreise | Erwachsene
Schüler bis 16 Jahre Schulklassen Gruppenermäßigung ab 15 Personen |
3 €
1 € frei 50% |
| Führungen: |
Erwachsene Schüler |
25 €
15 € |
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Externer Link: Kieselgur-Rundwanderweg